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Chronik des Schützenvereines Leihgestern 1926 e.V. Die meisten Chroniken beginnen ja damit, dass sich irgendwann einige Männer am Stammtisch getroffen haben und einen Verein gründeten. Ob das bei unserem Verein im Jahre 1926 genauso war, wissen wir leider nicht, da wir auf Auskünfte von Gründungsmitgliedern nicht mehr zurückgreifen können. So haben wir uns hier im Ort und bei den hiesigen Zeitungen durchgefragt, um etwas über unsere Vereinsgründung zu erfahren. Fest steht, dass es im Jahre 1926 in Leihgestern einen Kriegerverein gab, der jedoch andere Aufgaben wahrgenommen hat. Von nun an tauchte auch der Name KK-Schützenverein Leihgestern auf. Die mit dem Verein verbundenen Namen lauteten Wilhelm Volk, Karl Dern, Eugen Velten, Karl Schröder, Wilhelm Krämer, Otto Schäfer, Wilhelm Jung, Wilhelm Jakobi und Wilhelm Schmitt. Bei dem letztgenannten wurden in der Vorkriegszeit die bereits damals vorhandenen 3 Vereinsgewehre aufbewahrt. Als 1. Vorsitzender wurde uns Wilhelm Volk genannt. Aufgrund dieser Erzählungen gehen wir davon aus, dass es sich hier um Gründungsmitglieder von 1926 handelt. Die einzige Urkunde, neben der Satzung aus dem Jahre 1940, befindet sich im Privatbesitz von Helmut Kothe, die er aufgrund seiner guten Schießleistungen bei den Gaumeisterschaften 1934 errungen hat. Der damalige Schießstand befand sich im Steinweg auf dem Gelände der Fuchsfarm. Dieser Schießstand ist auch heute noch vielen Leih-gesterner Bürgern bekannt. Das Vereinslokal, in dem man bestimmt auch schon damals über gute und schlechte Schießergebnisse diskutierte, war die Gastwirtschaft „Dernheuer“. Mit dem Kreispokalschießen in Gießen im Jahre 1939, an dem die Schützen Willi Schmitt, Wilhelm Jakobi, Helmut und Wilhelm Volk sowie Karl Dern teilnahmen und einen Pokal gewannen, endeten alle uns bekannten sportlichen Vereinsaktivitäten. Dieser Pokal ist das einzige Erinnerungsstück aus der Vorkriegszeit. In den Kriegsjahren mußte die Vereinsarbeit völlig eingestellt werden. So hatte es unser Verein - genau wie andere Schützenvereine unseres Landes - sehr schwer, nach dem Krieg wieder Fuß zu fassen und Anerkennung in der Gesellschaft zu finden.
Im Jahr 1956 erfolgte die Wiedergründung. Die Mitgliederliste wies am Ende des Jahres 37 Schützen auf, von denen heute noch 8 Personen dem Schützenverein die Treue gehalten haben. |
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